Salmos 104

ALBRECHT1926

1 Preise Jahwe, o meine Seele! / Jahwe, mein Gott, du bist sehr groß: / Mit Hoheit und Pracht hast du dich gekleidet,

2 In Licht dich gehüllt wie in ein Gewand. / Wie ein Zelttuch hat er die Himmel gespannt.

3 Im Wasser hat er seine Söller gewölbt.

4 Winde macht er zu seinen Boten

5 Die Erde hat er auf Pfeiler gegründet

6 Die Urflut hat er darüber

7 Vor deinem Machtruf entflohen sie

8 - Während Berge sich hoben und Täler sich senkten - / An den Ort, den du ihnen bestimmt.

9 Eine Grenze hast du ihnen

10 Du sendest Quellen in Bäche aus, / Die zwischen den Bergen fließen.

11 Sie

12 An den Bächen wohnen des Himmels Vögel, / Und aus den Zweigen ertönt ihr Lied.

13 Er tränkt die Berge aus seinen Söllern.

14 Gras lässest du sprossen für das Vieh / Und Kraut

15 Und der Wein soll erfreun des Sterblichen Herz, / Sein Antlitz soll glänzen vom Öl

16 Jahwes Bäume

17 Dort nisten Vögel, / Vor allen der Storch, der sein Nest auf Zypressen hat.

18 Die Berge dagegen, die hohen, sind der Steinböcke Sitz. / In den Felsen finden die Klippdachse Schutz.

19 Er schuf den Mond, die Zeiten zu messen

20 Läßt du Finsternis kommen, so wird es Nacht. / Da regt sich alles Getier des Waldes:

21 Die jungen Löwen vor allen, die da brüllen nach Raub / Und von Gott ihre Nahrung fordern.

22 Die Sonne geht auf: da schleichen sie weg / Und legen sich nieder in ihren Höhlen.

23 Der Mensch geht an sein Tagewerk, / An seine Arbeit bis auf den Abend.

24 Jahwe, wie sind deiner Werke so viel! / Sie alle hast du mit Weisheit vollbracht. / Voll ist die Erde von deinen Gütern.

25 Da ist das Meer - so groß und so weit! / Drin ist ein zahllos Gewimmel: / Kleine Tiere und große.

26 Dort ziehen auch Schiffe dahin. / Und der Leviatan ist da, den du geschaffen, / Daß er sich tummle in den Fluten.

27 Sie alle

28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie ein; / Öffnest du deine Hand, so werden sie satt von Gutem.

29 Verbirgst du dein Antlitz, so erschrecken sie; / Nimmst du weg ihren Odem: sie müssen verscheiden / Und kehren zurück in ihren Staub.

30 Deinen Lebensodem sendest du aus, und sie werden geschaffen: / So erneust du das Antlitz

31 Jahwes Herrlichkeit währe auf ewig! / Es freue sich Jahwe seiner Werke!

32 Blickt er die Erde an, so erzittert sie; / Berührt er die Berge, so rauchen sie.

33 Ich will Jahwe singen mein Leben lang, / Meinem Gotte spielen, solange ich bin.

34 Mög ihm auch mein Sinnen

35 Mögen die Sünder vom Erdboden schwinden / Und die Gottlosen nicht mehr sein!

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