Cânticos 2

SM_GEROFFBIST

1 ['''Frau''':] „Ich bin ([nur]) eine (die) Lilie in der Scharonebene,([Nur]) eine (die) Iris (Lotusblume?) in den Tälern.“

2 ['''Mann''':] „Wie eine Iris (Lotusblume?) unter {den} Disteln (Dornen),So [ist] meine Freundin unter den Töchtern.“

3 ['''Frau''':] „Wie ein Aprikose[nbaum] unter {den} WaldbäumenSo [ist] mein Geliebter unter den Söhnen.In seinem Schatten erfreue ich mich (habe ich Lust) und sitze ichUnd seine Frucht [ist] süß an meinem Gaumen.

4 Er hat mich in das Haus des Weins gebracht,Und sein Banner über mir [ist] Liebe.

5 Unterstützt mich (Man unterstütze mich) mit {dem} Traubenkuchen,Stärkt mich (man stärke mich) mit {den} Aprikosen,Denn ich bin krank vor Liebe!

6 Seine Linke [sei] unter meinem KopfUnd seine Rechte umfasse mich!

7 Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, Bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen des Feldes:Entfacht nicht und facht nicht an die Liebe (Stört nicht den Geschlechtsverkehr?),Bis es ihr gefällt (solange sie begehrt)!“ ★

8 ['''Frau''':] „[Das] Geräusch (Stimme, Horch!,) meines Geliebten!Siehe da, er kommt (Siehe, da kommt er)!Er springt über die Berge,Er hüpft über die Hügel -

9 Es gleicht mein Geliebter einer Gazelle (einer Schönen)Oder einem Hirschkitz!Siehe da, er steht (Siehe, jetzt steht er) hinter unserer Wand!Er schaut [hinein] von den Fenstern [her],Er späht (blüht) [hinein] von den Öffnungen [her]!

10 Mein Geliebter {antwortet und} sagt zu mir: ['''Mann''':] »Steh {dich} auf, meine Freundin, Meine Schöne, geh {dir}!

11 Denn {siehe} der Winter (die Regenzeit) ist [ja] vorübergegangen,Der Regen ist weitergezogen, {sich} fortgelaufen!

12 Die Blumen lassen sich sehen (zeigen sich, werden gesehen) auf dem Land,Die Zeit des Gesangs ist gekommenUnd die Stimme der Turteltaube lässt sich hören in unserem Land.

13 Der Feige[nbaum] würzt (?) seine JungfeigenUnd die blühenden Weinstöcke geben Duft. Steh {dich} auf (Steh auf, geh), meine Freundin, Meine Schöne, geh {dir}!

14 Meine Taube in den Felsenspalten,Im Versteck der Terrasse (Steinwand)Lass mich deinen Anblick (deine Anblicke) sehen,Lass mich deine Stimme hören,Denn deine Stimme [ist] süßUnd dein Anblick lieblich!

15 Man hat für uns Füchse gefangen (Sie haben für uns Füchse gefangen; Fangt uns Füchse!; Fangt uns, ihr Füchse!),Kleine Füchse,Die Weinberge zerstören - [Daher] [steht] unser Weinberg (unsere Weinberge) [in] Blüte.«

16 ['''Frau''':] Mein Geliebter ist mein und ich bin sein,Der bei den Iriden weidet (der Iriden frisst? der bei den Iriden grast?).

17 Bis (Sobald) der Tag blästUnd die Schatten fliehen,Wende dich, gleiche, mein Geliebter, {dir}Einer Gazelle (einer Schönen) oder einem HirschkitzAuf den Duft(?)-Bergen (den zerklüfteten Bergen, den trennenden Bergen, dem Bether-Gebirge).“

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