Salmos 88

FB2004

1 Ein Lied, ein Psalm

2 Jahwe, Gott meiner Rettung! des Tages habe ich geschrieen

3 Es komme vor dich mein Gebet! neige dein Ohr zu meinem Schreien!

4 Denn satt ist meine Seele von Leiden, und mein Leben ist nahe am Scheol

5 Ich bin gerechnet zu denen

6 Unter den Toten hingestreckt, gleich Erschlagenen, die im Grabe liegen, derer du nicht mehr gedenkst; denn sie sind von deiner Hand

7 Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen.

8 Auf mir liegt schwer dein Grimm, und mit allen deinen Wellen hast du mich niedergedrückt. (Sela.)

9 Meine Bekannten

10 Mein Auge verschmachtet vor Elend; zu dir, Jahwe, habe ich jeden Tag gerufen, zu dir habe ich meine Hände ausgebreitet.

11 Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Schatten

12 Wird deine Güte erzählt werden im Grabe, im Abgrund

13 Werden in der Finsternis bekannt werden deine Wunder, und deine Gerechtigkeit in dem Lande der Vergessenheit?

14 Ich aber, Jahwe, schreie zu dir, und am Morgen kommt mein Gebet dir zuvor

15 Warum, Jahwe, verwirfst du meine Seele, verbirgst dein Angesicht vor mir?

16 Elend bin ich und verscheidend von Jugend auf; ich trage deine Schrecken, bin verwirrt

17 Deine Zorngluten sind über mich hingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet.

18 Sie haben mich umringt wie Wasser den ganzen Tag, sie haben mich umgeben allesamt.

19 Freund und Genossen hast du von mir entfernt; meine Bekannten sind Finsternis.

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