Romanos 8

ALBRECHT1926

1 Klar ist nun: Kein Verdammungsurteil kann jetzt treffen, die in Gemeinschaft stehen mit Christus Jesus.

2 Denn das Gesetz

3 Denn was für das Gesetz unmöglich war

4 Nun soll, was das Gesetz verlangt, in uns zustande kommen, wenn wir nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist

5 Die Fleischesmenschen trachten nach des Fleisches Gütern, die Geistesmenschen trachten nach des Geistes Gütern.

6 Des Fleisches Trachten bringt den Tod, des Geistes Trachten bringt das Leben und den Frieden

7 Des Fleisches Trachten ist ja Feindschaft gegen Gott

8 Die Fleischesmenschen können darum Gott nicht gefallen.

9 Ihr aber seid nicht Fleischesmenschen, sondern Geistesmenschen, wenn wirklich der Geist Gottes in euch wohnt. Wer Christi Geist

10 Wenn aber Christus in euch wohnt

11 Wohnt aber dessen Geist in euch, der Jesus von den Toten hat erweckt, so wird, der Christus von den Toten auferweckte, auch eure Leiber, die dem Tod verfallen sind, lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

12 Darum sind wir, Brüder, nicht dem Fleisch schuldig, nach dem Fleisch zu leben.

13 Denn lebt ihr nach dem Fleisch, so müßt ihr sterben. Wenn ihr jedoch des Leibes

14 Denn alle, die von Gottes Geist sich leiten lassen, sind Söhne Gottes.

15 Der Geist, den ihr empfangen, macht euch nicht zu Knechten, so daß ihr wiederum

16 Und kein geringerer als dieser Geist bestätigt unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind.

17 Als Kinder sind wir dann auch Erben: Erben Gottes und Miterben Christi

18 Ich meine nun: Die Leiden dieser Zeit sind gar nicht von Belang, verglichen mit der Herrlichkeit, die sich an uns bald offenbaren soll.

19 Denn wartet nicht die ganze Schöpfung

20 Die Schöpfung liegt ja in den Banden der Vergänglichkeit: Nicht nach eigener Wahl, vielmehr durch fremde Schuld

21 da auch sie - die Schöpfung - einst befreit soll werden von des Verderbens Knechtschaft, um teilzunehmen an der Freiheit, die Gottes Kinder mit der Herrlichkeit empfangen sollen

22 Wir wissen ja: Die ganze Schöpfung ist bis jetzt voll Klageseufzer und harrt mit Schmerzen einer Neugeburt entgegen

23 Doch nicht allein sie seufzt. Auch wir, die wir bereits den Geist als Erstlingsgabe

24 Dies ist das Heil, worauf wir jetzt noch hoffen. Die Hoffnung aber, die man schon erfüllt vor Augen sieht, ist keine Hoffnung mehr. Denn wozu soll man das noch hoffen, was man schon sieht?

25 Wenn wir jedoch auf das noch Unsichtbare hoffen, so warten wir darauf mit Sehnsucht und Geduld.

26 Damit nimmt nun der (Heilige) Geist sich unserer Schwachheit an. Denn um was wir bitten sollen

27 Gott aber, der die Herzen prüft, versteht des Geistes Sprache; denn der tritt ein nach Gottes Willen für die Heiligen

28 Wir wissen ferner: Denen, die Gott lieben, dient alles nur zum Besten, weil sie nach seinem Vorsatz (zum Heil) berufen sind.

29 Denn die er vorher hat erkannt

30 Und die er hat vorherbestimmt

31 Was folgt hieraus

32 Der seinen eigenen Sohn nicht hat verschont

33 Wer wagt es, Gottes Auserwählte zu verklagen? Gott selbst spricht sie ja frei!

34 Wer will sie verdammen

35 Wer kann uns also trennen von der Liebe Christi

36 Das alles droht uns; denn es steht geschrieben: "Um deinetwillen werden wir den ganzen Tag dahingemordet. Man sieht uns an wie Schafe, die man schlachtet

37 In all diesen Kämpfen aber siegen wir aufs herrlichste; denn uns hilft er, der uns geliebt!

38 Fürwahr, ich bin gewiß: Nicht Tod noch Leben, nicht Engel noch Gewalten

39 nicht Kräfte aus der Höhe oder Tiefe

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