Mateus 24

ALBRECHT1926

1 Darauf verließ Jesus den Tempelplatz. Als er so mit seinen Jüngern dahinging

2 Er aber sprach zu ihnen: "Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben; alles soll zerstört werden."

3 Er ging dann auf den Ölberg

4 Jesus antwortete ihnen: "Habt acht, daß euch niemand verführe!

5 Denn mancher wird kommen unter meinem Namen

6 Ihr werdet auch hören von Kriegen und Kriegsgerüchten. Laßt euch dadurch nicht schrecken! Denn das alles muß so kommen. doch es ist noch nicht das Ende

7 Denn ein Volk wird sich erheben gegen das andere und ein Reich gegen das andere

8 Dies alles ist aber erst der Anfang der Nöte

9 Zu der Zeit wird man euch verfolgen und töten; ja alle Völker werden euch hassen, weil ihr meine Jünger seid

10 Dann werden viele vom Glauben abfallen, sie werden einander verraten und hassen.

11 Auch werden falsche Propheten in großer Zahl auftreten und viele verführen.

12 Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe bei den meisten erkalten

13 Wer aber bis ans Ende

14 Die Frohe Botschaft vom Königreich, die schon jetzt erschallt

15 Seht ihr nun den Greuel der Verwüstung an heiliger Stätte stehen, wovon Daniel, der Prophet, geredet hat

16 dann sollen, die in Judäa sind

17 Wer auf dem Dach ist, gehe nicht erst ins Haus hinunter, um noch seine Habe zu holen

18 und wer auf dem Feld ist

19 Doch weh den Frauen, die Kinder erwarten, und stillenden Müttern in jenen Tagen

20 Betet aber, daß eure Flucht nicht in den Winter oder auf den Sabbat falle

21 Denn es wird dann eine große Trübsal sein, wie noch keine gewesen ist von Anfang der Welt bis heute

22 Und wären diese Tage

23 Wenn euch dann jemand sagt: 'Jetzt ist der Messias hier oder da', so glaubt es nicht!

24 Denn es werden falsche Messiasse und falsche Propheten auftreten und große Zeichen und Wunder tun

25 Ich warne euch!

26 Sagt man euch also: 'Er

27 Denn wie der Blitz im Osten aufzuckt, und bis zum Westen leuchtet, so

28 Denn wo der Leichnam liegt, da sammeln sich die Geier

29 Gleich aber nach jener Trübsalszeit wird sich die Sonne verfinstern und der Mond kein Licht mehr geben, die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Himmelskräfte

30 Dann

31 Und er wird seine Boten senden

32 Vom Feigenbaum entnehmt eine Lehre: Wenn seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist.

33 So sollt ihr auch, wenn ihr dies alles seht, gewiß sein, daß Er

34 Wahrlich, ich sage euch: Diese Weltzeit

35 Himmel und Erde werden vergehen

36 Den Tag und die Stunde

37 Wie es aber zuging in Noahs Tagen

38 In den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken die Menschen, sie nahmen zur Ehe und gaben

39 und sie ahnten die Gefahr nicht, bis die Flut hereinbrach und sie alle hinwegraffte. Ganz ebenso wird's bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein.

40 Da werden zwei Männer auf demselben Acker arbeiten: der eine wird mitgenommen

41 Zwei Frauen werden an derselben Mühle mahlen: die eine wird mitgenommen, die andere bleibt zurück.

42 So wacht nun

43 Das seht ihr ein: wenn ein Hausherr wüßte, zu welcher Nachtstunde der Dieb käme, so bliebe er wach und ließe nicht in sein Haus einbrechen.

44 Darum haltet auch ihr euch immerfort bereit; denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht vermutet.

45 Wäre doch jeder Knecht treu und klug, den ein Hausherr

46 Wohl dem Knecht, den sein Herr bei seiner Rückkehr also tätig findet

47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter

48 Ist aber der Knecht gewissenlos und denkt in seinem Herzen: 'Mein Herr bleibt noch lange weg';

49 fängt er dann an, die ihm untergebenen Knechte zu mißhandeln, während er mit Trunkenbolden schmaust und zecht;

50 so wird sein Herr ihn überraschen an einem Tag, wo er's nicht erwartet.

51 Dann wird er ihn blutig peitschen lassen und ihn an den Ort verweisen, wo die Heuchler sind. Dort wird lautes Klagen und Zähneknirschen sein

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