João 4

ALBRECHT1926

1 Als der Herr erfuhr, die Pharisäer hätten vernommen, Jesus gewinne und taufe mehr Jünger als Johannes

2 - obwohl Jesus nicht selbst taufte, sondern nur seine Jünger -,

3 da verließ er Judäa und kehrte nach Galiläa zurück

4 Er mußte aber durch Samaria ziehen.

5 So kam er zu einer Stadt Samarias mit Namen Sychar

6 Dort war auch Jakobs Brunnen

7 Da kam eine Samariterin, um Wasser zu schöpfen. Jesus bat sie: "Gib mir zu trinken!"

8 - Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Lebensmittel einzukaufen

9 Die Samariterin antwortete ihm: "Wie kommst du als Jude dazu, mich, die Samariterin, um einen Trunk zu bitten

10 Jesus erwiderte ihr: "Kenntest du die Gottesgabe

11 Da sprach das Weib zu ihm: "Herr

12 Kannst du denn etwas Besseres geben als unser Vater Jakob

13 Jesus antwortete: "Alle, die von dem Wasser dieses Brunnens trinken, wird nachher wieder dürsten.

14 Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben will, den soll in Ewigkeit nicht dürsten. Sondern das Wasser, das ich ihm geben will, soll in ihm ein Brunnquell werden, der noch im ewigen Leben Wasser spendet

15 Die Frau sprach zu ihm: "Herr, gib mir dieses Wasser

16 Jesus erwiderte ihr: "Geh, rufe deinen Mann und komm dann wieder

17 Die Frau antwortete: "Ich habe keinen Mann." Jesus sprach zu ihr: "Du hast ganz recht, wenn du sagst: 'Ich habe keinen Mann.'

18 Denn fünf Männer hast du schon gehabt

19 Die Frau entgegnete ihm: "Herr, ich sehe: du bist ein Prophet

20 (Da habe ich nun eine Frage:) Unsere Vorfahren haben auf diesem Berg hier

21 Jesus sprach zu ihr: "Glaube mir: die Stunde kommt, wo man weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten wird

22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt

23 Aber die Stunde kommt und ist schon da

24 Gott ist Geist, und seine Anbeter müssen ihn in Geist und Wahrheit anbeten

25 Die Frau entgegnete ihm: "Ich weiß, daß der Messias kommt

26 Jesus sprach zu ihr: "Ich, der mit dir redet, ich bin der Messias!"

27 In diesem Augenblick kamen seine Jünger zurück. Sie waren verwundert, daß er mit einem Weib redete

28 Die Frau nun ließ ihren Wasserkrug stehen, kehrte in die Stadt zurück und sagte den Leuten:

29 "Kommt schnell und seht einen Fremden, der mir all mein Tun aufgedeckt hat! Ist das vielleicht der Messias?"

30 Da verließen sie die Stadt und machten sich auf den Weg zu Jesus.

31 Inzwischen

32 Er antwortete ihnen: "Für mich gibt's eine Speise, die ihr nicht kennt."

33 Da sprachen die Jünger zueinander: "Hat ihm denn einer zu essen gebracht?"

34 Jesus erwiderte ihnen: "Meine Speise

35 Sagt ihr nicht: 'Es sind jetzt noch vier Monate bis zur Ernte

36 Wer diese Ernte einbringt, empfängt schon dadurch Belohnung, daß er Frucht fürs ewige Leben sammelt: so sollen sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen.

37 Denn hier

38 Ich habe euch gesandt, um dort zu ernten, wo ihr euch vorher nicht abgemüht. Andere haben sich gemüht, und ihr erntet die Früchte ihrer mühevollen Arbeit

39 Viele aber von den Samaritern aus jener Stadt wurden schon deshalb an ihn gläubig

40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen Aufenthalt zu nehmen. Er blieb auch zwei Tage dort.

41 Da kamen noch viel mehr zum Glauben durch seine Unterweisung,

42 und sie sprachen zu der Frau: "Wir glauben nun nicht mehr allein auf deine Erzählung hin. Denn wir haben jetzt mit eigenen Ohren gehört und wissen: Dieser Mann ist wahrhaftig der Welterlöser."

43 Nach Verlauf der beiden Tage

44 obwohl

45 Als er aber nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer freundlich auf, weil sie in Jerusalem während des Festes gewesen waren und dort alle seine Taten gesehen hatten.

46 Er kam dann wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte.

47 Nun wohnte in Kapernaum ein königlicher Hofbeamter

48 Jesus aber sprach zu dem Mann: "Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht."

49 Der Beamte bat ihn: "Herr, komm doch, ehe mein Kind stirbt!"

50 Jesus erwiderte ihm: "Geh nur heim, dein Sohn bleibt am Leben!" Der Mann glaubte diesem Wort, das Jesus zu ihm sprach, und ging weg.

51 Er war noch auf dem Heimweg, als ihm seine Knechte entgegenkamen mit der Nachricht, daß sein Sohn am Leben sei.

52 Da fragte er sie, in welcher Stunde sich sein Zustand gebessert habe. Sie antworteten ihm: "Gestern in der siebenten Stunde

53 Da erkannte der Vater, daß es genau die Stunde war, wo Jesus zu ihm gesagt hatte: "Dein Sohn bleibt am Leben!" Und er wurde mit seinem ganzen Haus gläubig.

54 Dies ist das zweite Wunderzeichen, das Jesus in Galiläa nach seiner Rückkehr aus Judäa tat

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