João 12

ALBRECHT1926

1 Sechs Tage vor dem Passahfest

2 Dort richtete man ihm zu Ehren ein Mahl aus

3 Maria aber nahm ein Pfund kostbaren Salböls aus echter Narde

4 Da sagte einer von seinen Jüngern, Judas aus Kariot, der sein Verräter werden sollte

5 "Warum hat man dieses Salböl nicht für dreihundert Silberlinge

6 So sprach er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen hatte, sondern weil er ein Dieb war: er hatte die Geldkasse und entwandte von dem, was hineingelegt wurde

7 Jesus erwiderte ihm: "Laß sie gewähren! Sie hat das Salböl für meinen Begräbnistag aufbewahren wollen

8 Denn Arme habt ihr allezeit bei euch, doch mich habt ihr nicht allezeit."

9 Eine große Menge Juden kam

10 Die Hohenpriester aber berieten darüber, auch Lazarus zu töten,

11 weil seinetwegen viele Juden sie verließen und an Jesus glaubten.

12 Tags darauf

13 mit Palmzweigen ihm entgegen unter dem lauten Ruf: "Heil! Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn

14 Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf. So erfüllte sich das Schriftwort

15 Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Sieh, dein König kommt und reitet auf einem Eselfüllen!

16 - Damals freilich verstanden seine Jünger die Bedeutung dieser Worte noch nicht. Erst als Jesus zur Herrlichkeit erhoben war, erinnerten sie sich, daß dies von ihm geschrieben stand und sie es so für ihn ausgeführt hatten

17 Die Volksmenge, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grab rief und ihn von den Toten auferweckte, machte diese Tat bekannt.

18 Deshalb ging ihm auch jene Schar

19 Die Pharisäer aber sprachen untereinander: "Ihr seht nun deutlich, daß ihr nichts erreicht

20 Unter den Festpilgern waren auch einige Griechen

21 Diese kamen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galiläa stammte, und trugen ihm die Bitte vor: "Herr, wir möchten Jesus kennenlernen."

22 Philippus ging hin und sagte es Andreas. Andreas und Philippus kamen dann und teilten es Jesus mit.

23 Jesus antwortete ihnen

24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Weizenkorn, das nicht in die Erde eingesenkt wird und dann abstirbt, bleibt, was es ist: ein einzelnes Korn. Ist es aber abgestorben, so bringt es reiche Frucht

25 Sein Leben lieben heißt: es verlieren; sein Leben opfern

26 Wer mir dienen will, der folge mir

27 Jetzt ist meine Seele voller Schauder

28 Vater, verherrliche deinen Namen!" Da kam eine Stimme vom Himmel: "Ich habe ihn schon verherrlicht

29 Das Volk, das dastand und dies hörte, sprach: "Es hat gedonnert." Andere meinten: " Ein Engel hat mit ihm geredet."

30 Da nahm Jesus das Wort und sagte: "Nicht meinetwegen ist diese Stimme ertönt, sondern euretwegen

31 Jetzt ergeht ein Urteil über diese Welt

32 Und bin ich erst erhöht von der Erde, so will ich alle Menschen zu mir ziehen."

33 - Mit diesen Worten wollte er andeuten, welches Todes er sterben sollte

34 Da antwortete ihm das Volk: "Wir haben aus dem Gesetz gelernt, daß der Messias ewig am Leben bleibt

35 Jesus antwortete ihnen

36 Weil ihr das Licht noch habt, glaubt an das Licht, damit ihr Lichteskinder

37 Nach diesen Worten ging Jesus weg und verbarg sich vor ihnen

38 Denn es sollte sich das Wort des Propheten Jesaja erfüllen

39 Darum waren sie unfähig zu glauben

40 Er

41 So sprach Jesaja, weil er seine

42 Gleichwohl aber

43 Denn sie wollten lieber bei den Menschen als bei Gott in Ehren stehen.

44 Jesus aber hat laut verkündigt

45 Und wer mich schaut, der schaut den, der mich gesandt.

46 Ich bin als Licht gekommen in die Welt, damit keiner, der an mich glaubt, in der Finsternis bleibe.

47 Wer meine Worte hört und nicht bewahrt, über den bin ich kein Richter. Denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten.

48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird sein Richter sein am Jüngsten Tag.

49 Denn ich habe nicht eigenmächtig geredet, sondern der Vater, der mich gesandt, der hat mir aufgetragen, was ich sagen und was ich reden soll

50 Und ich weiß: Sein Auftrag

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