1 Sechs Tage vor dem Passahfest
2 Dort richtete man ihm zu Ehren ein Mahl aus
3 Maria aber nahm ein Pfund kostbaren Salböls aus echter Narde
4 Da sagte einer von seinen Jüngern, Judas aus Kariot, der sein Verräter werden sollte
5 "Warum hat man dieses Salböl nicht für dreihundert Silberlinge
6 So sprach er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen hatte, sondern weil er ein Dieb war: er hatte die Geldkasse und entwandte von dem, was hineingelegt wurde
7 Jesus erwiderte ihm: "Laß sie gewähren! Sie hat das Salböl für meinen Begräbnistag aufbewahren wollen
8 Denn Arme habt ihr allezeit bei euch, doch mich habt ihr nicht allezeit."
9 Eine große Menge Juden kam
10 Die Hohenpriester aber berieten darüber, auch Lazarus zu töten,
11 weil seinetwegen viele Juden sie verließen und an Jesus glaubten.
12 Tags darauf
13 mit Palmzweigen ihm entgegen unter dem lauten Ruf: "Heil! Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn
14 Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf. So erfüllte sich das Schriftwort
15 Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Sieh, dein König kommt und reitet auf einem Eselfüllen!
16 - Damals freilich verstanden seine Jünger die Bedeutung dieser Worte noch nicht. Erst als Jesus zur Herrlichkeit erhoben war, erinnerten sie sich, daß dies von ihm geschrieben stand und sie es so für ihn ausgeführt hatten
17 Die Volksmenge, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grab rief und ihn von den Toten auferweckte, machte diese Tat bekannt.
18 Deshalb ging ihm auch jene Schar
19 Die Pharisäer aber sprachen untereinander: "Ihr seht nun deutlich, daß ihr nichts erreicht
20 Unter den Festpilgern waren auch einige Griechen
21 Diese kamen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galiläa stammte, und trugen ihm die Bitte vor: "Herr, wir möchten Jesus kennenlernen."
22 Philippus ging hin und sagte es Andreas. Andreas und Philippus kamen dann und teilten es Jesus mit.
23 Jesus antwortete ihnen
24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Weizenkorn, das nicht in die Erde eingesenkt wird und dann abstirbt, bleibt, was es ist: ein einzelnes Korn. Ist es aber abgestorben, so bringt es reiche Frucht
25 Sein Leben lieben heißt: es verlieren; sein Leben opfern
26 Wer mir dienen will, der folge mir
27 Jetzt ist meine Seele voller Schauder
28 Vater, verherrliche deinen Namen!" Da kam eine Stimme vom Himmel: "Ich habe ihn schon verherrlicht
29 Das Volk, das dastand und dies hörte, sprach: "Es hat gedonnert." Andere meinten: " Ein Engel hat mit ihm geredet."
30 Da nahm Jesus das Wort und sagte: "Nicht meinetwegen ist diese Stimme ertönt, sondern euretwegen
31 Jetzt ergeht ein Urteil über diese Welt
32 Und bin ich erst erhöht von der Erde, so will ich alle Menschen zu mir ziehen."
33 - Mit diesen Worten wollte er andeuten, welches Todes er sterben sollte
34 Da antwortete ihm das Volk: "Wir haben aus dem Gesetz gelernt, daß der Messias ewig am Leben bleibt
35 Jesus antwortete ihnen
36 Weil ihr das Licht noch habt, glaubt an das Licht, damit ihr Lichteskinder
37 Nach diesen Worten ging Jesus weg und verbarg sich vor ihnen
38 Denn es sollte sich das Wort des Propheten Jesaja erfüllen
39 Darum waren sie unfähig zu glauben
40 Er
41 So sprach Jesaja, weil er seine
42 Gleichwohl aber
43 Denn sie wollten lieber bei den Menschen als bei Gott in Ehren stehen.
44 Jesus aber hat laut verkündigt
45 Und wer mich schaut, der schaut den, der mich gesandt.
46 Ich bin als Licht gekommen in die Welt, damit keiner, der an mich glaubt, in der Finsternis bleibe.
47 Wer meine Worte hört und nicht bewahrt, über den bin ich kein Richter. Denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten.
48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird sein Richter sein am Jüngsten Tag.
49 Denn ich habe nicht eigenmächtig geredet, sondern der Vater, der mich gesandt, der hat mir aufgetragen, was ich sagen und was ich reden soll
50 Und ich weiß: Sein Auftrag