João 1

ALBRECHT1926

1 Im Anfang (aller Dinge) war bereits das Wort

2 Dies war im Anfang eng vereint mit Gott.

3 Alle Dinge sind durch das Wort erschaffen

4 Die ganze Schöpfung ist erfüllt mit seinem Leben

5 Das Licht

6 Ein Mann trat auf, von Gott gesandt

7 Der kam, um Zeugnis abzulegen: er sollte zeugen von dem Licht

8 Er war nicht selbst das Licht; er hatte nur den Auftrag zu zeugen von dem Licht.

9 Das wahre Licht, das da erleuchtet jeden Menschen

10 Er war (schon) in der Welt

11 Er kam in sein Eigentum

12 Doch allen, die ihn aufgenommen haben

13 Nicht aus Geblüt der Menschen, auch nicht aus Fleischestrieb und Manneswillen, vielmehr durch Gottes Wirksamkeit ward er gezeugt

14 So ist

15 Johannes zeugt von ihm

16 Aus

17 Denn das Gesetz ward dargereicht durch Mose; die Gnade und die Wahrheit, sie sind gebracht durch Jesus Christus.

18 Kein Mensch hat jemals Gott gesehen

19 Dies ist das

20 Da legte er ein unumwundenes Bekenntnis ab; er erklärte: "Ich bin nicht der Messias."

21 Sie fragten ihn weiter: "Was bist du denn

22 Da sagten sie zu ihm: "Wer bist du denn? Wir müssen doch denen, die uns gesandt haben, eine Antwort bringen. Wofür gibst du selbst dich aus?"

23 Er erwiderte: "Ich bin eine Stimme, die in der Wüste ruft: 'Ebnet dem Herrn dem Weg!' wie der Prophet Jesaja gesagt hat

24 Die Abgesandten aber gehörten zu den Pharisäern.

25 Und sie fragten ihn weiter: "Warum taufst du denn, wenn du weder der Messias bist noch Elia noch der (verheißene) Prophet?"

26 Johannes erwiderte ihnen: "Ich taufe nur mit Wasser; doch mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt:

27 das ist der Mann, der nach mir kommt, und dessen Schuhriemen aufzulösen ich nicht würdig bin."

28 Dies geschah in Bethanien

29 Tags darauf

30 Dieser ist es, von dem ich einst gesagt habe: 'Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist; denn er war eher da als ich.'

31 Auch ich habe ihn anfangs nicht gekannt

32 Johannes legte noch dies Zeugnis ab: "Ich habe gesehen, daß der Geist wie eine Taube aus dem Himmel herniederschwebte, und er blieb auf ihm.

33 Aber ich kannte ihn damals noch nicht. Doch er, der mich gesandt hat, um mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: 'Der Mann, auf den du den Geist herniederschweben siehst, so daß er auf ihm bleibt, der ist der Täufer mit dem Heiligen Geist.'

34 Das habe ich gesehen

35 Tags darauf stand Johannes wieder da mit Zweien seiner Jünger.

36 Da sah er Jesus vorübergehen und sprach: "Seht, dies ist Gottes Lamm!"

37 Die beiden Jünger hörten diese Worte

38 Da wandte sich Jesus um, und als er sah, wie sie ihm folgten, sprach er zu ihnen: "Was wünscht ihr?" sie antworteten ihm: "Rabbi" - dies Wort bedeutet: Meister -, "wo hältst du dich auf

39 Er erwiderte ihnen: "Kommt mit, dann werdet ihr es sehen." Sie kamen mit und sahen, wo er wohnte, und blieben den Tag über bei ihm. Das war um die zehnte Stunde

40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die Jesus auf das Wort des Johannes folgten.

41 Der traf zuerst seinen Bruder Simon und sprach zu ihm: "Wir haben den Messias gefunden" - dies Wort bedeutet: Gesalbter -.

42 Er führte ihn dann zu Jesus. Jesus sah ihn an und sagte: "Du bist Simon, des Johannes Sohn; du sollst Kephas heißen" - das bedeutet: Fels -.

43 Tags darauf wollte Jesus nach Galiläa ziehen. Da traf er Philippus und sprach zu ihm: "Folge mir!"

44 Philippus stammte aus Bethsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus.

45 Philippus traf Nathanael

46 Nathanael sprach zu ihm: "Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen

47 Als Jesus sah, wie Nathanael auf ihn zukam, sagte er von ihm

48 Nathanael sprach zu ihm: "Woher kennst du mich?" Jesus antwortete ihm: "Noch ehe dich Philippus herrief, sah ich dich, wie du unter dem Feigenbaum warst

49 Nathanael erwiderte ihm: "Meister, du bist Gottes Sohn, du bist der König Israels

50 Jesus entgegnete ihm: "Glaubst du, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich unter dem Feigenbaum gesehen? Du sollst noch Größeres erleben als dies."

51 Dann fuhr er fort

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