Hebreus 7

ALBRECHT1926

1 Dieser Melchisedek

2 Ihm gab Abraham auch den Zehnten von der ganzen Kriegsbeute

3 Die Schrift nennt nicht seinen Vater, seine Mutter, seinen Stammbaum. Sie schweigt auch von seinem Lebensanfang und seinem Lebensende

4 Bedenkt, wie hoch und erhaben dieser Mann sein muß, dem der Erzvater Abraham sogar den Zehnten von den besten Beutestücken gegeben hat!

5 Wohl werden auch die von Levis Nachkommen, die das Priestertum empfangen, durch eine Vorschrift des Gesetzes

6 Hier dagegen hat einer, der gar nicht zu ihrem Geschlecht gehört, von Abraham den Zehnten erhoben und den Inhaber der Verheißung gesegnet

7 Nun läßt sich aber nicht bestreiten, daß das Geringere von dem Größeren gesegnet wird

8 Und ferner: Hier

9 Ja in und mit Abraham hat auch sozusagen Levi selbst, der den Zehnten empfängt, den Zehnten entrichtet.

10 Er war ja noch in seines Stammvaters Lenden, als Melchisedek mit diesem zusammentraf

11 Wäre nun freilich durch das levitische Priestertum Vollkommenheit erzielt worden

12 Ändert sich aber das Priestertum, so ändert sich damit auch notwendig das Gesetz.

13 Der, von dem jene Worte

14 Denn es ist doch allbekannt, daß unser Herr aus Juda hervorgegangen ist; und von Priestern aus diesem Stamm hat Mose kein Wort gesagt.

15 Noch klarer wird diese Tatsache

16 und empfängt sein Amt nicht nach einem Gesetz, das nur leibliche Abstammung

17 Es wird ihm ja bezeugt: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach Melchisedeks Weise.

18 Damit wird nun allerdings die bis dahin gültige Priesterordnung

19 - das Gesetz hat ja keine Vollkommenheit erzielt -; und zugleich wird

20 Ferner ist Christus auch nicht ohne Eid als Priester eingesetzt worden. Jene

21 Er ist Priester geworden durch ein Gotteswort, das von einem Eid begleitet war. Es heißt ja: Geschworen hat der Herr, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester ewiglich

22 Insofern ist nun Jesus auch der Bürge einer höheren Gottesstiftung geworden

23 Von jenen Priestern

24 Weil er

25 Daher kann er auch allen, die sich durch ihn Gott nahen, vollkommene Errettung schenken

26 Gerade einen solchen Hohenpriester

27 Er hat nicht wie die Hohenpriester täglich

28 Denn

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